Erklärung der FDP-Fraktion zur Ratssitzung vom 23.02. – Gemeinschaftsschule

Die FDP-Fraktion hat sich gestern auf der gemeinsamen Ratssitzung der drei nordlippischen Kommunen Extertal, Barntrup und Dörentrup zum Beschlussvorschlag zur Gründung einer Gemeinschaftsschule enthalten und dazu auch eine Erklärung abgegeben.

Wir erkennen an, dass die Schullandschaft im Extertal und in Nordlippe neuen Perspektiven geöffnet werden muss, der demographische Wandel ist auch hier der entscheidene Faktor. Hierzu haben wir uns auch überörtlich verständigt und abgestimmt. Bei den Varianten der künftigen Schulform haben wir auch das Konzept der Gemeinschaftsschule als mögliche Schulform in Betracht gezogen und haben auf eine offen geführte Diskussion gehofft.

Die Fraktion kritisiert aber den bisherigen Prozessablauf, vor allem dass die später betroffenen Eltern im bisherigen Prozess nicht eingebunden waren. So fand bisher eine Informationsveranstaltung zielgerichtet an die Eltern der Grundschüler nicht statt. Gerade bei so einem wichtigen Thema darf sich der Entscheidungsträger einem Dialog nicht verweigern.

Zudem gab es -anders als in den Kommunen Barntrup und Dörentrup- keine Fachausschusssitzung zu dem Thema mehr, obwohl sich seit der letzten Sitzung am 25.11.10, was mittlerweile ein viertel Jahr her ist, viele Änderungen in der Sachlage gegeben hat. Die Verwaltung sowie die drei anderen Fraktionen (SPD, UWE, CDU) haben darauf verzichtet. Eine weitere Möglichkeit zur Konsensfindung und Information ist vertan worden.

Außerdem wurden bereits Fakten geschaffen, bevor der grundsätzliche Beschluss gestern dann mehrheitlich gefasst wurde. Es gibt seit Januar bereits einen Leiter des pädagogischen Konzepts, die Standortfragen sind vorbestimmt etc. Dies zeigt, dass von Anfang an bereits alle anderen Varianten ausgeschlossen wurde, bevor überhaupt mit den Eltern gesprochen wurde.

Diese Punkte führten zu unserem Entschluss, sich der Stimme zu enthalten. Gleichwohl ist die Entscheidung gefallen, den anstehenden Weg wollen wir weiterhin konstruktiv begleiten. Das pädagogische Konzept wird ein Meilenstein bei diesem Projekt sein, hierzu ist es unbedingt erforderlich, dass auch die Eltern eine Stimme haben.

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