FDP-Fraktion bringt Nationalpark-Antrag in den Rat ein

FDP-Fraktion bringt Nationalpark-Antrag in den Rat ein

In der Ratssitzung am vergangenem Donnerstag wurde unser Antrag bezüglich des geplanten Nationalparks bekannt gegeben. Der Antrag soll nun in den entsprechenden Gremien beraten werden.

„Herr Bürgermeister Hoppenberg wird beauftragt,… der Landesregierung deutlich zu machen, dass die Gemeinde Extertal die geplante Errichtung des Nationalparks Teutoburger Wald/ Eggegebirge ablehnt“, fordern wir in unserem Antrag. Bei der Beschlussfassung streben wir einen Konsens an.

Unsere Beweggründe:

Der geplante Nationalpark ist höchst umstritten. Aus Sicht der FDP Extertal gibt es mehrere Faktoren, die gegen diesen Nationalpark sprechen. Auch von anderen Kommunen, beispielweise die Stadt Lemgo, oder aber auch der Stadt Horn Bad-Meinberg, die unmittelbar betroffen ist, wird der Nationalpark bereits abgelehnt.

Wirtschaftliches Risiko

Die Wirtschaftlichkeit des Nationalparks ist eindeutig in Frage gestellt. Dies zeigt eine gutachterliche Stellungnahme von Prof. Dr. Mantau der IHK Ostwestfalen und IHK Lippe.

Sollte die Errichtung wie auch der laufende Betrieb des Nationalparks über dem Budgetplan liegen bzw. defizitär verlaufen, muss der Kreis Lippe hierfür die Finanzierung sichern.

Dies hätte eine Aufstockung der ohnehin hohen Kreisumlage zur Folge, sodass auch die Gemeinde Extertal hiervon unmittelbar betroffen wäre.

Insbesondere dieser Sachverhalt ist für uns als Extertaler von hohem Gewicht.

Zustimmung der Bevölkerung

Die Zustimmung der Bevölkerung ist „durchwachsen“. Es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner. Der aktuelle Eindruck allerdings ist, dass die Gegner überwiegen. Dies wurde u.a. auch auf der, vom Umweltausschussvorsitzenden initiierten, Diskussionsveranstaltung in Bösingfeld deutlich.

Zustand des Waldes/ Gebietskulisse

Der Wald wird seit Jahrhunderten wirtschaftlich genutzt und nachhaltig bewirtschaftet. Der aktuell schon gute ökologische Zustand belegt dies eindeutig. Der Teutoburger Wald ist bereist als Naturpark klassifiziert.

Die Gebietskulisse für den Nationalpark ist umstritten. Sie ist durch eine großflächige Unterbrechung gekennzeichnet und im Vergleich zu bereits bestehenden Nationalparken klein, da bereits der Prinz zur Lippe wie aber auch die Stadt Horn-Bad Meinberg ein „Nein“ zum Nationalpark deutlich gemacht haben.

Antrag zum Download: HIER

(R)

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