FDP für Erhalt der Extertalstraße: Pro Seitenstreifen – Pro Extertal

Die FDP begrüßt einige lokale Tendenzen in Nordlippe zur Beibehaltung des aktuellen Querschnitts der L 758 und sieht Ihre langjährige Position bestätigt. Die Barntruper Politik ist offenbar einmütig der Auffassung, den Querschnitt für den Sanierungsabschnitt Bösingfeld – Barntrup beizubehalten.  

Die FDP hatte sich bereits als zunächst einzige politische Kraft im Extertal seit Beginn der Diskussion im Jahre 2011 für den Erhalt des Querschnitts der Extertalstraße im Zuge der dringend notwendigen und geplanten Sanierung eingesetzt, in diesem Sinne auch 2011 und 2013 zwei Anträge gestellt. 

Die Forderungen der Mehrheit örtlicher Politik nach einem Behelfsradwegs haben bereits jetzt die notwendige Sanierung in Verzug gesetzt. Außerdem erhält man durch die Pläne einen nicht regelkonformen Querschnitt (nach RAL), da sowohl Fahrbahn als auch Radweg/Grünstreifen zu schmal sind. Zudem kommen im Falle der Umsetzung erhebliche Kosten auf die Gemeinde Extertal zu, die durch dann notwendige Umgestaltungen der Bushaltestellen entstehen. 

Gemeinsam mit allen FDP Fraktionen in Nordlippe haben wir vor Monaten erneut eine gemeinsame Stellungnahme für den Erhalt der Extertalstraße mit Seitenstreifen formuliert. Durch die aktuellen Entwicklungen sehen wir unsere langjährige Position zunehmend bestätigt:  

Im Januar hat sich der Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Barntrup mit dem Thema befasst und alle vertretenden Fraktionen im Stadtrat sind nach unseren Kenntnissen der Auffassung, den Querschnitt mit Seitenstreifen beizubehalten. Die CDU im Extertal hat zur Jahreswende ihre bisherige Position von 2011 korrigiert und folgt mehrheitlich nun einen ähnlichen Kurs.  

Bereits zuvor äußerten sich die IHK Lippe zu Detmold, der landwirtschaftliche Verein Extertal und die aktive Bürgerinitiative „ProSeitenstreifen“ ähnlich und bestätigten damit auch unsere Position. Letztere hat durch den Einsatz vieler Ehrenamtlicher bereits 600 Unterschriften zum Erhalt der Straße mit jetzigem Querschnitt gesammelt. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Bürger zu Wort gemeldet, die den Seitenstreifen ebenfalls erhalten wollen.  

Unsere Auffassung zum Radweg ist eindeutig: Statt des geplanten Behelfsradweges durch Querschnittsverengung der Extertalstraße sollte ein ordentlicher Radweg abseits der Fahrbahn oder an anderer Stelle geprüft werden, wie zwischen Barntrup und Alverdissen, sofern allerdings dafür nennenswerter Bedarf nachgewiesen wird. Hier müssen Aufwand und Nutzen im Verhältnis stehen. Eine Verkehrszählung 2010 ergab einen sehr geringen Anteil von Radfahrern am Verkehrsaufkommen der L 758 zwischen Barntrup / Bösingfeld: rund 6.900 Fahrzeuge zu 5 Radfahrern in 24h (0,073 % Anteil) trotz teilweise vorhandenen Radwegs. 

Insofern bieten sich unter Berücksichtigung dieser Fakten anstelle des Behelfsradwegs zwei Alternativen an. Die FDP hatte folgende vorgeschlagen:

Entlang der K57, von Alverdissen nach Bösingfeld; es besteht seit Jahren ab Hummerbruch ein Radweg, aktuell frisch saniert. Die Strecke ist deutlich kürzer und führt direkt in den Ortskern Bösingfeld, zudem ist ein Fahren abseits der stark frequentierten L 758 für Radfahrer reizvoller (touristischer Aspekt). Ein Lückenschluss ist hier sinnvoller und mit dem Baulastträger zu prüfen. Die zweite Möglichkeit, die es noch auszuloten gilt, ist ein Radweg in der Nähe, aber abseits der Extertalstraße. 

Besonders begrüßt die FDP Fraktion die Kompromissbereitschaft des Heimat- und Verkehrsvereins Bösingfeld, der in der Presse deutlich gemacht hat, dass für Ihn als Befürworter und Begehrender eines Radwegs auch eine Lösung abseits der L 758 in Frage kommt. Hier gilt es jetzt, gemeinsam an vernünftigen, tragbaren Lösungen zu arbeiten. 

Der geplante Behelfsradweg auf der L 758 trägt gewiss nicht nennenswert zur Sicherheit der Radfahrer bei. Die vielen Autofahrer müssen dagegen deutlich stärkere Behinderungen und evtl. auch zunehmende Gefährdungssituationen im Alltags- und Berufsverkehr hinnehmen, wenn landwirtschaftliche oder ähnlich langsame Fahrzeuge nicht mehr den Seitenstreifen nutzen können. Eine Alternative sollte unter Berücksichtigung des festzustellenden Bedarfs abseits der L 758 gefunden werden. Wir kämpfen für die Sanierung und den Erhalt der Straße im jetzigen Querschnitt. Einen Rückbau lehnen wir ab, dieser ist sicher nicht im Gesamtinteresse und zum Wohle der Gemeinde Extertal.

Am 20.02. und am 27.02. steht das Thema L 758 auf Antrag der FDP-Fraktion in den Fachausschüssen und im Rat auf der Agenda. Die Verwaltung und der Bürgermeister haben sich bereits einseitig positioniert und zeugen mit der erstellten Beschlussvorlage pro Verengung des Querschnitts deutlich, wie sie zur wichtigsten Infrastruktur des Extertals stehen.

(CS)

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