Trinkwasserversorgung: FDP Standpunkt beschlossen

Anfang Juni hatte unsere Fraktion einen Antrag zur langfristigen Sicherstellung der gemeindlichen Wasserversorgung gestellt. Dessen Inhalte wurden in der Sitzung des Rates am 12. Juli beraten und im Sinne unserer Fraktion verabschiedet.

Verbundleitung kommt – Brunnen Rethberg wird nicht ausgebaut

Extertal. Am Donnerstag (12.07.) tagte der Rat der Gemeinde Extertal. Zur lange diskutierten
langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung der Gemeinde Extertal
gab es gestern zwei Beschlüsse. Die FDP Fraktion begrüßt die gefassten
Beschlüsse außerordentlich: die Verbundleitung kommt, der Brunnen Rethberg
wird aus Kosten- und Leistungsgründen nicht ausgebaut.
Wir haben hierzu frühzeitig einen Antrag gestellt und zur Ratssitzung dazu
nochmals umfangreiche Berechnungen unseres Betriebsausschussmitgliedes
Bernd Begemann vorgelegt. Der Beschluss des Rates war völlig in unserem
Sinne und entspricht unserem Antrag.“ kommentierte der stellv. FDP-Fraktionsvorsitzendeund Betriebsausschussvorsitzende Christian Sauter.
Der im zweiten Bohrversuch gefundene Standort Rethberg blieb im Hinblick
auf die dauerhafte Fördermenge hinter den Erwartungen zurück. Statt wie
geplant 30 m³/h stünden nur 8-10 m³/h begrenzt auf 12h am Tag zur Verfügung,
somit nicht einmal 15% der ursprünglich erhofften Jahresförderleistung.
Zu den bereits aufgelaufenen Kosten in Höhe von 263.000 Euro wären gemäß
Beschlussvorschlag der Verwaltung nochmals mindestens 121.000 Euro für die
weitere Ertüchtigung nötig gewesen. Die darin nicht enthaltenen Wegeausbaukosten
in Höhe mehrerer zehntausend Euro sind in jedem Falle durch einen
voreiligen Vertragsabschluss seitens der Verwaltung fällig.
Im Vergleich ist die Verbundleitung mit geschätzten 90.000 Euro Investitionskosten
die deutlich günstigere Variante, auch bei den Betriebskosten, deren
genaue Bezifferung durch die Verwaltung noch unvollständig blieb, da unter
anderem Personalkostenansätze fehlten.
„Mit der Verbundleitung ist die Notfallversorgung aus unserer Sicht zunächst
gesichert. Beides zeitgleich zu beschließen, wäre aus Sicht der FDP Fraktion
angesichts der Haushaltslage unverantwortlich gewesen.“ so Christian Sauter.
Die Förderung durch die Verbundleitung solle sich zunächst auf die Mindestfördermenge
beschränken und nur in Notfällen angehoben werden, um die
Kosten zu minimieren.

„Wir haben nun Zeit, uns perspektivisch um die ausreichende Wasserversorgung
Gedanken zu machen. Der Kämmerer muss nun eine Lösung präsentieren,
wie er die voll abzuschreibenden Kosten in Höhe von 263.000 Euro nun im
Haushalt darstellt.“ so Bernd Begemann, FDP-Mitglied im Betriebsausschuss.
Die Bürgermeisterin hatte in zwei Beschlussvorschlägen deutlich gemacht,
dass beide Optionen umgesetzt werden sollten. Im zweiten Beschluss, zum
Ausbau des Brunnen Rethbergs, erlitt die Verwaltungsspitze eine deutliche
Abstimmungsniederlage.

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